Kurz nach 17 Uhr wurden wir zusammen mit der Hauptfeuerwache Villach zu einem gemeldeten Nebengebäudebrand alarmiert.

Wie in den internen Alarmplänen vorgesehen, ist für diese Örtlichkeit der Löschzug der FF Vassach bereits in der ersten Alarmierungswelle berücksichtigt worden. Wir besetzten also unseren Tank und unser Kleinlöschfahrzeug und rückten sehr zügig aus. Vor Ort fanden wir mit dem Tank Vassach als eines der ersten Fahrzeuge folgende Lage vor: Ein Lagergebäude eines Reifenhändlers stand im Vollbrand und griff bereits aufgrund der dichten Bebauung und der hohen Brandlast auf andere Gebäude über. Die Einsatzleitung vor Ort reagierte schnell entschlossen und lies weitere Feuerwehren zur Unterstützung nachalarmieren, darunter auch die FF Velden, damit ein zweites Hubrettungsgerät zur Verfügung steht.

Für unsere Kräfte der FF Vassach gab es unterschiedliche Aufgaben. Unser Tank war an vorderster "Front" und stellte einen Atemschutztrupp, der mehrmals die Luftvorräte auffüllte und wieder in den Einsatz geschickt wurde, um mittels Löschschaum den Brand zu ersticken und etwaige Glutnester von der Sauerstoffzufuhr abzuschneiden. Daneben wurden im Laufe des Einsatzes nahezu sämtliche mitgeführten Gerätschaften in Verwendung gebracht, was durchaus nicht sehr oft vorkommt. Die Mannschaft unseres Kleinlöschfahrzeugs stellte eine der Zubringerleitungen zur Wasserversorgung der Tankwägen her und versuchte die Autofahrer möglichst gut über die Schlauchbrücken zu lotsen. Führungskräfte aus unseren Reihen unterstützen die Einsatzleitung, in dem sie die Bereitstellung von Atemschutztrupps koordinierten.

Bei diesem Einsatz gab es einmal mehr sehr viel Licht, aber auch Schatten. Sehr positiv war die gute Zusammenarbeit der Villacher Feuerwehren, die wieder zeigten, wie wichtig jede einzelne Feuerwache ist, sowie mit der Polizei und Rettung. Obwohl es eine massiv hohe Anzahl an teilweise unbelehrbaren Schaulustigen gab, möchten wir jedoch ausdrücklich auf unsere teilweise außerordentlich erfreulichen Erlebnisse mit Passanten hinweisen. Die Besitzerin eines angrenzenden Lokals begann sofort uns Einsatzkräfte mit Mineral, Limo und sogar warmen Getränken zu versorgen. Außerdem gab es neben den Gaffern auch sehr hilfsbereite anwesende Zivilisten - so war eine Gruppe Jugendliche (soweit für uns erkennbar waren auch vermutlich Migranten darunter) und ein Herr sofort bereit zu helfen, die Schläuche im gesicherten Bereich zu tragen und zusammenzuschließen. Dafür bedanken wir uns herzlichst und hoffen, dass ihr euch vielleicht nun auch berufen fühlt und der Freiwilligen Feuerwehr betretet!?

Großes Pech hatte einer unserer jüngeren Kameraden. Aus einer unglücklichen Verkettung heraus verschluckte er geringe Mengen vom Löschschaum, woraufhin ihm übel und schwindlig wurde. Wir übergaben ihn der Rettung, die ihn ins LKH Villach verbrachte, wo er über Nacht zur Beobachtung verblieb, laut unseren letzten Informationen sollte es jedoch zu keinerlei Vergiftung gekommen sein und er sollte heute das Krankenhaus wieder verlassen dürfen.

Die Feuerwehr Vassach stand bis ca. 21 Uhr unter der Führung von BI Hannes Ettl im Einsatz.

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