Am 15.09.2018 veranstaltete die MRAS Gruppe der HFW Villach einen Ausflug nach Cavazzo Càrnico, um eine ehemalige Verteidigungsanlage des Vallo Alpino del Littorio zu besichtigen. Dieser Ausflug wurde dazu genutzt, um das Wissen in der Anwendung des Standplatzbaues, aktives Abseilen, Bewegen in ausgesetztem Gelände zu vertiefen bzw. zu erweitern. Drei Kameraden unserer Feuerwehr kamen in den Genuss, an diesem Ausflug teilzunehmen und einen wunderschönen Tag mit den Kameraden der HFW Villach zu verbringen.

Um 7:30 Uhr trafen wir uns im Feuerwehrzentrum Villach, wo alle notwendigen Materialien in die Fahrzeuge verladen wurden. Nach einem gemeinsamen Kaffee in der Kantine der HFW Villach besetzen wir die Fahrzeuge und brachen via Bundesstraße in Richtung Tolmezzo auf. Bereits auf der Anreise bekamen wir einen Einblick, was uns auf diesem Ausflug erwarten wird, da wir von Thomas "Tomi" Prettner zahlreiche historische Informationen über die vielzähligen Verteidigungsanlagen, welche sich entlang des Kanaltales befinden, bekamen.

Pünktlich um 09:00 Uhr erreichten wir unseren Zielpunkt in Italien. Dort angekommen rüsteten sich alle mit ihrem MRAS Equipment aus. Um einen optimalen Ausbildungsverlauf zu gewährleisten, teilten wir uns in zwei Vierergruppen auf. Jeder Gruppe ein erfahrener Ausbilder zur Seite gestellt, um die jeweilige Gruppe mit Rat und Tat zu unterstützen und drauf achtete, dass die gesetzten Arbeitsabläufe richtig und vor allem sicher umgesetzt wurden.

Unser Truppe bestand aus HBM Johann Jonach, OBM Mario Gschwandtner, LM Marco Unterüberbacher sowie Severin Kampl (HFW Villach), welcher als Truppführer fungierte und uns perfekt durch die gestellten Aufgaben führte. Richard Werdinigg begleitete unseren Trupp als Ausbilder und dokumentierte unsere Arbeit mittels Fotos und zahlreichen Videos.

Nach einer kurzen Einweisung ging es los, um die Anlage zu erforschen. Aufgabe war es, eine vermisste Person aufzufinden und mittels Schleifkorbtrage aus der Anlage zu bergen. Im Zuge der Erkundung musste sich unser Trupp mehrmals in lotrechten Schächten aktiv abseilen. Bei diesen Übungen wurde besonders darauf geachtet, dass sichere Anschlagpunkte (wie selbst gesetzte Spreizanker) verwendet wurden und bei den aktiven Abseilübungen immer eine redundante Sicherung durchgeführt wurde. Nachdem die vermisste Person in unserem Abschnitt nicht aufgefunden wurde, schlossen wir zum zweiten Trupp auf.

In der Zwischenzeit hatte der zweite Trupp die vermisste Person gefunden, und bereitete die Bergung mittels Schleifkorbtrage und zwei Flaschenzügen vor. Während dieser Vorbereitungsarbeiten begann unser Trupp mit dem Abstieg über einen Klettersteig zum Absetzpunkt der Schleifkorbtrage. Im Zuge des Abstieges mussten wir auch eine Schlüsselstelle bezwingen, bei welcher wir uns etwa 30 Meter abseilen mussten. Dort angekommen, wurde die Schleifkorbtrage von der Anhöhe in die Schlucht abgeseilt. Die Aufgabe unseres Teams bestand darin, die Lage der Trage mittels Steuerleinen zu fixieren. Anschließend wurde die Person mit der Trage ca. 400m aus der Schlucht getragen. Dieser Abschluss war sehr schwierig, da es sich in diesem Bereich um sehr unwegsames Gelände handelte. Aber mit viel Teamarbeit wurde auch diese Hürde bewältigt.

Den Abschluss dieses erlebnisreichen und erfahrungsreichen Ausflugs bildete auf der Heimreise ein Abstecher in eine Pizzeria in Tarvis, wo wir unsere Erlebnisse noch einmal gemeinsam Revue passieren ließen.

Für uns drei Kameraden war dieser Ausflug eine super Erfahrung, bei der wir sehr viel lernen und Interessantes entdecken konnten. Bei der Kameradin und den Kameraden der HFW Villach möchten wir uns für die tolle Zusammenarbeit bedanken, beim "Tomi" Prettner und Richarchd Werdinigg für die tolle Planung des Ausfluges. Wir freuen uns schon wieder auf die nächste Expedition.

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